Pretty little liars! Ich ziehe blank a.k.a. die dunklen Seite von Influencern & Bloggern

Posted on Location: 5 min read
Fake it till you make it! Was macht man nicht alles für den Ruhm. Die einen ziehen sich aus, andere faken bis zum geht nicht mehr. Beides irgendwie verständlich, wenn man das Ziel näher betrachtet. Doch was ist denn da die nackte Wahrheit?

Keine Angst, ich ziehe mich nicht aus. Obwohl, vielleicht würde es einige Leutchen interessieren… Aber nee, das spare ich mir lieber für den Playboy auf! In diesem Artikel möchte ich Dir meinen Blickwinkel auf die Wahrheit zu Instagram & Co. erläutern. Es geht um die nackte Wahrheit! Die Wahrheit darüber wie man ein Instagram-Business eigentlich nicht betreiben sollte. Das heißt, wenn es nach der Gesellschaft ginge. Ich glaube, ich traue mich Etwas, das lieber unter dem Radar bleiben sollte. Es ist jedoch ein offenes Geheimnis unter Infleuncern & Bloggern. Ich muss zugeben, dass ich etwas Angst habe vor der Enthüllung. Andererseits aber auch nicht, weil es meine persönlichen Erfahrungen sind.

“Was ist also dieses „Monster“, das mir Angst macht? Ist es die Kritik, die man dann erntet? Die Hater? Die gibt es so oder so. Warum habe ich also Bedenken diesen Artikel zu veröffentlichen. Er schlummert doch schon so lange in meinen Entwürfen. Aber fangen wir mal bei „Es war einmal…“ an. Dich erwarten Antworten auf Fragen wie: Warum habe ich es getan, was habe ich alles ausprobiert und letztendlich, welche Erfahrungswerte habe ich mitgenommen.

„A single lie discovered is enough to create doubt in every truth.“

Instagram ist fake! Öhm okay, das mag jetzt gerade kein Schocker sein. Da weiß man mittlerweile. Taucht man jedoch tiefer in die „Szene“ ein, stellt man fest, wie sehr es nicht besonders ehrlich zugeht. Okay, an dieser Stelle müsste man die Frage stellen, in welcher Branche es denn schon wirklich, wirklich ehrlich zugeht…

Leute, die sich über die Handlungen der Infleuncer aufregen, sind mir ein Rätsel! Aber darum geht es hier nicht… Recherchiert man über einen längeren Zeitraum hinweg, treibt sich in den „richtigen“ Gruppen herum und hält die Augen und Ohren offen, bekommt man Sachen mit …. ajajaj! Für mich sind es dennoch nachvollziehbare Handlungen. Für Außenstehende oder Unternehmen, die sich auf Reichweiten und Interaktionen verlassen, können die erwähnten Handlungen enttäuschend sein. Wobei – auch die Firmen, die mit Influencern zusammenarbeiten, wissen mittlerweile wie sie das Ein oder Andere herausbekommen.

Nur so am Rande: Es gibt natürlich auch Unternehmen, denen eine breite Streuung einer Message oder eines Produktes wichtiger ist, als Nachhaltigkeit. Ein Vorwurf? Nope! Ich versteh schon die Strategie dahinter…

“There was a POINT in my life, right before Big Little Lies, where I had hit a WALL with acting. I felt it was time to do something DIFFERENT”

Dies stammt aus einer Instagram-Kommentar-Gruppe.

“You have to shoot for the MOON, because you’ll inevitably come back HIGHER. Each time I do something NEW, I’m surprised by how far I get”

Möchte man bekannt werden, greift man zu beinahe jedem Strohhalm. Der Traum Influencer zu werden und Goodies von allen Seiten zu bekommen, ist ein Traum von Vielen (wenn nicht allen). Ein bischen Engstirnig, wie ich finde. Die Leute sind nur gierig. Gierig nach Freiprodukten. Dafür tun die alles! Und manchmal ist das, was die tun, nicht mal gut. Gut definiert aber auch jeder für sich selbst. Mit gut meine ich, die Darstellung der Website, den Instagram-Feed, die Videos etc. Jeder hat mal klein angefangen.

Wenn ich an meine ersten Schritte mit Instagram denke, bekomme ich Gänsehaut und bin gleichzeitig froh über dieses Stadium hinweg zu sein. Zwar noch nicht in allen Bereichen, aber ich arbeite daran besser zu werden. Zurück zum Thema: Blogger oder Influencer Sein ist viel mehr als nur Geschenke zu bekommen Ihr Gierlappen! Instagram ändert immerzu den Algorithmus. Ist bekannt, nech? Bekannt ist auch, dass der Mensch nun mal über (mehr oder weniger) kriminelle Energie verfügt – nennen wir es lieber gute Phantasie mit hohem Umsetzungsfaktor…

Ganz früher hat man sich, um bekannt zu werden, auf anderen Blogs herumgetrieben und kommentiert bis zum geht nicht mehr. SEO war natürlich auch immer irgendwie ein Thema. Blogs, die untereinander kommentierten, waren damals die sozialen Medien von heute. Das Engagement war und ist heute ebenfalls wichtig – ich würde sogar sagen, noch wichtiger geworden. Und nun kommt’s:

  • Leute versammeln sich in digitalen Gruppen: In Facebook-Gruppen werden z.B. C4C-Posts erstellt. Hier geht es um eine Runde Kommentare für bspw. 10 Personen inerhalb so eines Posts. Apropos, Facebook hat bereits einige solcher Gruppen gelöscht und sie gehen gerade aktiv gegen solche Versammlungen vor. Dann gibt es Telegramm-Gruppen. Da wird der Link zum Instagram-Post geteilt. Vorher muss man aber die Posts, die bspw. 12 Stunden vorher geteilt wurden, Liken, Kommentieren und Speichern. Genauso gehen auch Instagram-Gruppen u.ä. vor.
  • Einsatz von Apps:Es gibt sehr viele (kostenfreie) Apps, wo man durch seine Aktivität Coins sammeln kann, um dann sein Guthaben für Likes, Views etc. zu verwenden.
  • Kaufen von Engagement & Followern:Man kann sich über verschiedene Dienste Follower, Likes, Kommentare, Views usw kaufen.
  • Follow-Unfollow:Hier folgt man vielen Leuten und erfolgt denen dann nach einiger Zeit wieder. Hier ist das so, dass die Leute, die einen neuen Follower bekommen, zurückfolgen. Nicht alle, aber viele.
  • Bots: Durch automatisierte Programme kauft man sich ebenfalls Engagement. Der Bot kann Liken, Kommentieren, Follow-Unfollow und viele ander feinere Einstellungen.
  • Power-Likes: Hier kauft man sich auch Likes – nur von großen Accounts. Die Hoffnung dabei ist, dass man dadruch auf die Explorer-Page schafft und dadurch Leute auf einen aufmerksam werden und einem folgen.
  • Follow-Unfollow 2.0: Namenhaften Influencern/Bloggern folgen und entfolgen. Dadurch landet man in deren Follower-Listen ganz oben und wenn sich andere die Liste anschauen, dann sehen die einen eher als wenn man irgendwo unten in der Follower-Liste herumdümpelt.
  • Fan-Accounts anlegen (lassen): Durch das Engagement von Fan-Accounts zum eigenen Haupt-Account, bekommt man „mehr Reichweite“ und natürlich Engagement für den eigenen Account.

 

 

 

 

 

Irgendwie ist echtes Engagement rar geworden. Jeder will ein Stück vom Kuchen – und hauptsächlich nur Produkte abgreifen. Sich hinzusetzen und selbst zu kommentieren – nicht irgendeinen Bullshit (4 Wörter ein Muss, wie in den Gruppen oft kommuniziert wird) – sondern auf das Bild und/oder die Frage in der Beschreibung einzugehen. Das ist mühselig. Ich habe da auch permanent keine Lust zu, aber wozu heißt das ganze Gerüst denn Social Media? Geben um zu bekommen. Da ist doch mal eine Strategie! Und Leute, lasst es mit der Missgunst und dem Hate! Diese Ellenbogengesellschaft ist doch ekelhaft!

Die Abrechnung. Und zwar mit mir selbst. Seitdem ich Instagram betreibe, ging es mir um das Ausprobieren „was denn so geht“. Seitdem ich selbst im Marketing arbeite, geht es noch mehr darum alle Möglichen Wege auszutesten.

  • Interaktionen: Ich treibe mich immer noch auf anderen Blogs herum und kommentiere Beiträge, die mir wirklich gefallen. Ich hinterlasse meine Fußspuren.
  • Sponsored Posts: Einzelne Beiträge habe ich sowohl bei Insta als auch bei Facebook beworben, genauso wie die Facebook-Seite an sich.
  • Engagament: Likes und Kommentare habe ich selbst wie verrückt verteilt. Es gibt immer noch Phasen, in denen ich es sehr intensiv mache. Das raubt natürlich Zeit.
  • Ich schaue mir super viele Accounts, Magazine etc. an, um Inspirationen für eigene Fotos zu sammeln. Ich möchte aber vermeiden etwas zu wiederholen. Finde ich langweilig und an einem Trend hat man sich schnell sattgesehen.
  • Das tägliche Hochladen eines Bildes ist aufwendig, deshalb habe ich es reduziert. Die Relevanz meines Bildes bei meinem Followern ist mir wichtiger geworden.
  • Es ist super merkwürdig ins Handy zu sprechen und vor allem das auszusprechen, was man sonst bei sich behalten hätte, aber ich versuche trotzdem jeden Tag Instagram-Stories zu machen.
  • Meinen Facebook- und YouTube-Account zu füllen, ist auch gar nicht so einfach. Das Schneiden und Drehen eines Videos z.b. nimmt so super viel Zeit in Anspruch. Ich mache ja schließlich alles selbst. Da muss ich aber dringend besser werden!
  • Ganz zu Anfang meines Instagram Accounts, hattee ich viele Follower (irgendwas an die 1000) auf einmal gekauft. Und dann habe ich festgestellt, dass da ja nix kam. Oh Wunder! Das sind doch hauptsächlich Fake-Accounts, die nicht interagierten. Der Profile hatte ich mich dann schnell entledigt.
  • Kommentare und Likes hatte ich auch gekauft. War ein Versuch…
  • Apps für Likes etc. hatte ich auch verwendet. Hat nichts gebracht, weil man die Likes von Fake-Profilen leicht identifizieren konnte.
  • Mit Bots habe ich auch experimentiert. Follow-Unfollow fand ich dann schnell kake. Da Spamt man sich selbst voll. Einige mögen das. Ich nicht. Meistens (immer) sind das auch Follower, die kein Deutsch können oder die mir einfach nur folgen, weil ich denen folge. Die verschwinden mit dem Unfollow genauso wieder.
  • Ich bin und war in verschiedenen Facebook-Blogger-Gruppen. Da habe ich schnell bemerkt, dass es darum geht abzugreifen und selbst nichts zu tun.
  • Bei C4C hatte ich auch einige Male mitgemacht. Nach dem ersten Mal bemerkte ich, dass es
    • A) total mühsam ist. Denn nicht alle Beiträge hätte ich (aus mehreren Gründen) von mir aus gelesen.
    • B) ich habe keine Lust mich abzuquälen etwas Nettes zu schreiben und
    • C) dadurch bekommt man auch nur „gelogene“ Kommentare.

Ist halt Fake. Man belügt sich auch selbst. Kein Bock drauf.

  • Ich bin immer noch in Telegramm und Instagram Engagement Gruppen drin. Bringt aber irgendwie auch nichts, weil nicht mal auf den Text eingegangen wird. Und auch hier ist es so, dass wenn mir das Bild (die Darstellung) oder der Feed nicht gefallen oder mich das Thema einfach nicht interessiert, möchte ich keine heuchlerischen Kommentare hinterlassen. Außerdem muss man bei Telegramm-Gruppen den Administratoren folgen. Wenn mir der Account nicht besonders sympathisch ist, weil er mich nicht inspiriert, möchte ich dem Admin nicht folgen. Also wieder raus aus der Gruppe!

Im Großen und Ganzen finde ich es erbärmlich! Besonders die Leute in den Telegram-Gruppen gehen mir auf den Zwirn! Selbst nichts oder nur das nötigste tun, aber wehe einer kommentiert bei deren Bild nicht. Da werden Verwarnungen ausgesprochen, gemotzt, alle verurteilt und und und. ‚Hast Du es echt so nötig?‘ denke ich mir. Das ist zum Fremdschämen. Und das sind wiederrum Momente, in denen ich merke wie gierig die Leute sind. Das ist so peinlich und unangenehm. Ich kann es kaum in Worte fassen.

Seitdem mir Instagram angefangen hat noch mehr Spass zu machen, habe ich tiefer in mich hineingehört. Deshalb auch dieser Post. Ich frage mich, ob ich wirklich Lust darauf habe bei diesem Zirkus mitzumachen. Alle Neulinge haben zu kämpfen. Die alten Hasen auch – auf ihre Weise. Auch stelle ich mir die Frage welchen Weg ich weiterhin verfolgen möchte. Denn eins ist klar, durch die Flut an „Möchtegerns“, ist es nur noch schwieriger geworden.

XOXO
signature

Subscribe so you don’t miss a post

Sign up with your email address to receive news and updates!

What do you think?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

No Comments Yet.

This blog is about sharing my personal style, my rare travel adventures, my thoughts and my personal and business experiences. Because life is so much more about than fashion!

Previous
Warum es sinnvoll ist ein tägliches Journal zu führen
Pretty little liars! Ich ziehe blank a.k.a. die dunklen Seite von Influencern & Bloggern

error: Content is protected !!