Wie Neid Leben zerstört und was man darüber wissen sollte.

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As iron is eaten by rust, so are the envious consumed by envy.

Neid ist so alt wie die Menschheit. Besonders heutzutage wird es einem sehr leicht gemacht neidisch auf jemanden zu sein. Was früher unzufriedene Hausfrauen unter sich getuschelt haben, wird heute in der Öffentlichkeit gelebt. Und die sozialen Netzwerke bieten eine perfekte Plattform um anonym Dinge zu tun, die man normalerweise nicht tun würde. Haten (aus Neid), beispielsweise. Ich bin davon überzeugt, dass genau diese Menschen überwiegend aus Neid unangebrachte Verhaltensweisen an den Tag legen. Was denen oft entgeht ist, dass sie es zulassen sich von Neid auffressen zu lassen und sich somit, ja sogar, ein Stück eigene Freiheit nehmen.

Ich weiß nicht so recht wie man Neid sich selbst gegenüber bemerkt, weil neidisches Verhalten eher hinter dem Rücken stattfindet. Wenn ich so darüber nachdenke, könnte ich keine Situation benennen, in der jemand auf mich neidisch war. In der Schule war ich damals das klassische Mobbing-Opfer. Wenn ich genauer darüber nachdenke und jedes Detail herumwälze, könnte man sagen, dass die Mädels damals neidisch auf mich waren, weil ich im Sport immer ein Eins hatte und in den Pausen mit den Jungs Fussball gespielt hatte. Ich schreibe es jedoch dem zu, dass ich einfach anders war. Eine Ausländerin, die sich anders kleidete, sprach und sich benahm.

Ob ich jemals selbst bei mir Neid verspürt habe? Hm… nicht, dass ich wüsste. Klar, denke ich mir oft, dass ich das eine oder andere auch gerne besitzen oder erreichen würde, aber ich bin noch nie so weit gegangen, dass ich jemandem etwas nicht gegönnt habe oder gar schlecht geredet hätte. Ich wusste immer, dass es an mir selbst lag und liegt etwas zu erreichen oder mir etwas zu kaufen, das ich gern hätte.

Ich wusste auch schon immer, dass es nach oben kein Limit gibt und ein Vergleichen nichts bringt. Vielleicht liegt es aber auch an meiner Herkunft. Bei uns gehört es beinahe schon zum guten Ton jemand anderen zu übertrumpfen. So nach dem Motto: Ach, Du hast Dir ein Haus gekauft?! Pass auf, ich kaufe mir ein noch größeres und protziges  – auch wenn ich es mir nicht leisten kann. Und das nur, um Dir zu zeigen, dass ich der Babo bin!

Ich würde soweit gehen, dass ich behaupte, dass das nicht-neidisch-Sein etwas mit einem gesunden Selbstbewusstsein und Egoismus zu tun hat. Und zwar dann, wenn man hauptsächlich auf sich selbst guckt und nicht darauf was andere haben und man selbst nicht.

Ich will hier kein perfektes Bild von mir selbst malen. Natürlich schaue ich mir an bzw. treffe Menschen, die mehr besitzen als ich oder die mehr erreicht haben. Ist es etwas, das ich als Ziel für mich selbst habe, lasse ich mich durch deren Geschichten und Erfahrungen inspirieren und motivieren. Aber ich ertappe mich nie bei dem Gedanken, dass ich es mehr verdient habe an deren Stelle zu sein o.ä. oder rede gar jemandem etwas schlecht nur weil ich es nicht haben oder erreichen kann.

Mir ist einfach zu jeder Zeit bewusst, dass Neid zu nichts Gutem führt. Man frisst sich nur selbst damit auf. Warum? Ganz einfach, er macht sehr unglücklich. Darunter leiden aber auch Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. Man könnte sagen, dass dieser “Punkt” die Wendung zur Selbstzerstörung darstellt, bis man in ernsthaften Depressionen landet.

 

„Jealousy lives upon doubts. It becomes madness or ceases entirely as soon as we pass from doubt certainty.“

Woraus resultiert Neid? Aus dem Gedanken, dass eine andere Person erfolgreicher ist als man selbst oder etwas besitzt – materiell oder nicht -, dass man nicht hat. Dies kann z.B. bezogen auf den Beruf sein, Gegenstände oder Beziehungen. Auch wenn  ich ehrgeizig bin, so weiß ich, dass nur ich dafür verantwortlich bin an mir zu arbeiten und mich zu ändern. Btw: mein letzter Post inspiriert wie man dies schaffen kann. Mich mit anderen zu vergleichen bringt mir also nichts, weil jeder andere Voraussetzungen mitbringt.

Was ist Neid aus psychologischer Sicht? In dem Artikel der Apotheken Rundschau erklärt Prof. Haubl dies folgendermaßen: „Neid ist eine komplexe Emotion. Sie enthält als Hauptkomponenten Ärger und Wut sowie Traurigkeit“. Interessant finde ich, dass Frauen und Männer auf verschiedene Weisen neidisch sind. Gefühlt ist es jedoch so, dass „nur“ Frauen einen gewissen giftigen Neid versprühen und das hat sehr viel mit Nicht-Gönnen-Können zu tun. Männer sind irgendwie intrinsisch ehrgeiziger, verfolgen ihre eigenen Ziele und kümmern sich um den (beruflichen) Erfolg, unterstützen sich gar. Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel. Bei Frauen….. naja…. wir alle kennen die traurige Wahrheit.

Envy is the coward side of hate, and all her ways are black and desolate.

Egal wie man es dreht und wendet. Neid ist und bleibt doch schon irgendwie negativ behaftet. Hier und da wird von positiven Neid gesprochen. Der, der für einen Antrieb beim Konsum und Schweiß sorgt. Ist das jedoch gesund? Positiv? Hm… Neid ist in meinen Augen mit der Eifersucht gleich zu schließen. Sprich, ich will das, was Du hast. Man vergleicht sich so stark, dass man in seinem Gegenüber einen Rivalen sieht. Wer nur Konkurrenz oder Unzulänglichkeiten sieht, der wird diese auch hauptsächlich anziehen. So sagt es das Gesetz der Anziehung.

Solltest Du Neid situativ oder permanent bei Dir als Eigenschaft bemerken, dann habe ich für Dich einige Lösungswege um aus solch einer giftigen Karmaschädigenden Situation herauszukommen.


Mitleid bekommt man geschenkt. Neid muss man sich erarbeiten.


Erstens: Vergleiche Dich nicht zu sehr mit anderen. Konzentriere Dich darauf was DU bereits besitzt und was Du bereits alles erreicht hast! Sollte es Dir schwer fallen, weil Du Deine Situation oder Besitztümer bereits als selbstverständlich und als ‘nichts Besonderes’ mehr wahrnimmst, dann picke Dir ein paar Menschen heraus, die Dich und Deine Situation als Ziel haben. Sprich, die weniger besitzen oder erreicht haben als Du.

Achtung! Bitte werde dabei nicht überheblich. Ich finde, dass jeder Mensche ungeachtet seines Status oder seines Besitzes, denselben Respekt verdient – außer die Person ist respektlos Dir gegenüber.

Zweitens: Ehrgeizig nach vorne zu schauen und sich mit besser gestellten Personen zu vergleichen, ist nicht verkehrt, aber ist es wert dadurch unzufrieden zu sein? Das, weil man sich selbst vor Augen hält was man alles nicht hat oder erreicht hat. Nutze hier lieber den “ehrgeizigen Neid” dazu Dich selbst nach vorne zu bringen und für Deine Ziele zu arbeiten. Auch hier, NICHT um es einer Person unter die Nase zu reiben, sondern dann in der Zufriedenheit zu versinken, dass man etwas erreicht hat.

Drittens: Ein erfülltes Leben kannst Du Dir in Deinem Kosmos selbst schaffen. Zum einen durch Dankbarkeit für die Dinge und Erfolge, die Du (erreicht) hast. Zum anderen, indem Du Dich nicht permanent vergleichst und in Wettbewerb setzt. Verfolge Deine Ziele, ja, aber sei Dir stets des Weges bewusst, denn Du bereits gegangen bist.

Kurz zusammengefasst:

  1. Schaue auf Deine eigenen Erfolge und sei Dir derer bewusst
  2. Sei dankbar dafür
  3. Kannst Du für Dich nichts vorweisen, dann krempel die Ärmel hoch und arbeite dafür Deine Ziele zu erreichen
  4. Verändere Deine Perspektive
  5. Stärke Deinen Selbstwert und Dein Selbstbewusstsein

Was für eine Meinung hast Du zu dem Thema? Gerne lese ich darüber… 

XOXO
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