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Hillside Beach Club – Heaven on earth

by Anna
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Hillside Beach Club – Heaven on earth

Rüttelnd und schüttelnd gleitet das Flugzeug auf die Landebahn in Dalaman. Eine Wolkendecke verdeckt die Sicht. Enttäuschung macht sich breit. Die Erwartungen waren andere. Sonne sollte uns begrüßen. Eine schwül-heiße Luft sollte mir beim Aussteigen den Atem rauben. Ein Blick auf die Uhr. „Es ist schon spät. Morgen sind die Wolken bestimmt weg.“, versucht mein Mann mich aufzuheitern. Immerhin ist es etwas schwül auf unserem Weg zum Bus. Und es riecht sooooo schön nach Wald. „Endlich Urlaub“, denke ich und schiebe die Enttäuschung zur Seite.

Der erste Tag

Die Fahrt zum Hillside Beach Club verbrachte ich mit meinem Hörbuch. Es war zu fesselnd und ich zu fertig um die Umgebung aufsaugen zu können. Wir fuhren zwei Stunden durch die Gegend und hielten bei mehreren Hotels. Nach einer gefühlten Ewigkeit schlengelte sich der Bus durch einen kleinen Ort mit niedlichen Geschäften und einen Berg rauf. Auf einmal machte mich der flüchtige Blick aus dem Fenster doch neugierig. „Wow! Atemberaubend!“ Der Bus fuhr noch höher auf den Berg und die Aussicht nach unten ließ viele gelbe Lichter erblicken. Auch wenn es mittlerweile dunkel war, war die Aussicht wunderschön!
„Hillside Beach Club!“, rief der Fahrer. Endlich. Ich mobilisierte, gefühlt, meine letzten Kräfte und….. „Wow!“, dachte ich erneut. „Es riecht… woran erinnert mich der Geruch bloß?“ Ich warf einen Blick nach rechts und links. Überall standen Nadelbäume. Die Erklärung für den Geruch lag auf der Hand. Doch das war es nicht. Nach dem Check-in, mussten wir erstmal etwas essen. Jetzt erst bemerkte ich meinen knurrenden Magen. Das Buffet – ganz okay und reichhaltig. Meine Müdigkeit dämpfte eindeutig meine Wahrnehmung. „Da gibt es sogar Austern“, sagte mein Mann. „Was! Wo!“. Das letzte Mal als ich eine Auster probieren durfte, war es eine merkwürdige Erfahrung. Aber nicht schlecht! Eine legte ich mir auf den Teller, ebenso einige ‚drei Finger dicke‘ Gambas. „Yes! Austern, Gambas und Wassermelone sind mehr als genug um mich die Woche über ernähren zu können!“ Ich grinste. Nun wurde es Zeit unser Zimmer zu beziehen.

„Sauna-Aufguss!“ Das ist es woran mich der Geruch erinnerte. Ich bin zwar kein Sauna-Gänger, jedoch liebe ich diesen Duft. Er schreit nur so nach Entspannung. Das Zimmer – mega schön! Indirekte Beleuchtung. Sauberkeit. Stylische Aufteilung. Und die ‚Goodies‘ hatte ich noch nie zuvor in einem Hotel vorgefunden. Vor allem ist sogar eine Toilettenbürste vorhanden. Yay! (In Ägypten hatten wir keine.) Es ging an‘s Auspacken der Koffer und schnell ins Bett. Die Kissen – drei an der Zahl – sind weich und für mich genau richtig. Trotz der Wochenend-Party draußen und der lauten Musik, befinde ich mich im Tiefschlaf sobald mein Kopf das Kissen berührt. Ich hatte noch nie wirkliche Schwierigkeiten einzuschlafen…..


Tag zwei im Hillside Beach Club

Langsam öffne ich die Augen. „Wie spät ist es?“ Der Blick auf die Uhr verrät mir: 6:38. „Oh man!“ Vorfreude macht sich breit! Die Vorstellung, dass mich die Sonne und ein toller Ausblick beim Blick aus dem Fenster erwarten, jagt mich leise aus dem Bett. Ich schiebe den Vorhang zu Seite. Wolken. „Ach, nee!“ Ich kuschle mich wieder in die herrlich duftenden Lacken und hoffe darauf, dass ich in einigen Stunden meinen erwarteten Ausblick genießen kann.

8 Uhr. Ich wälze mich unruhig hin und her. Mein Magen schreit nach Nahrung. Der Blick aus dem Fenster zeigt mir immer noch einen bewölkten Himmel. Das Frühstück jedoch jagt mir ein breites Grinsen ins Gesicht. Es gibt so viele frische Sachen – sogar für Fitness-Liebhaber -, dass ich einen ganzen Tag damit verbringen könnte alles zu probieren. Am Ende entscheide ich mich für ein frisch gemachtes Panini-Brot mit Käse, Sucuck, Tomate und einem scharfen Aufstrich. Dazu gibt es einen frisch gepressten O-Saft. „Lecker!“ So ein gutes Frühstück hatte ich seit Landzeit in Österreich nicht mehr. Sogar den Honig gibt es hier auch super frisch aus Waben.

Nachdem unsere Bäuche voll sind, geht es auf Erkundungstour. Das Hillside Beach Club hat drei Strände. Zwei davon sind nur für Erwachsene. Der Hauptstrand und der Pool sind den Familien reserviert; sogar eine Kinder-Zone gibt es hier. Es wurde an alles gedacht.

Der Silent Beacht liegt ruhig in einer kleinen Bucht, die man über viele verschiedene Stege nah am Felsen erbaut erreicht.  Liegeplätze und Matratzen auf einer Art Empore empfangen uns. Es schreit förmlich nach Ruhe und Entspannung. „Lass uns noch zum anderen Strand“, sage ich zu meinem Mann. Über einen schön angelegten Naturpfad gelangen wir nach einer kleinen Ewigkeit zur nächsten Bucht. Yachten liegen im Wasser, Sommer-Betten laden zum Faulenzen ein. „Da gehen wir morgen hin. Aber wir nehmen dann das süße Boot, das uns rüberfährt.“, schließlich möchte ich darauf ein ganz bestimmtes Bild für meinen Instagram-Feed schießen. Ich bin gespannt, ob ich es genauso umsetzen kann.

So geht es wieder zurück auf unser Zimmer. Das Wetter ist bislang nicht besser geworden. Hauptsache wir sind am Meer und haben diese wundervolle Landschaft um uns herum. Umgezogen und mit gepackten Sachen, geht es dann zum Silent Beach. Es fängt an zu regnen, aber dies hält uns nicht davon ab weiterzugehen. Gegen halb Eins kämpft sich dann endlich die Sonne vollständig durch und wir können das Ambiente zur Gänze genießen.

Zurechtgemacht geht es nun zum Abendessen. Uns erwartet wieder ein Buffet, das jedem das Wasser im Mund zerfließen lassen würde. Meine Wahl fällt auf frisch gefangenen Fisch mit dem zartesten Kartoffelpüree, das ich je gegessen habe, und einer Salatbeilage. Komplementiert wird das Menü durch einen wundervollen weißen Wein. Genuss pur! Danach geht es zu einem kleinen Spaziergang an den Kies-Strand. Leise Jazz-Kläge schmeicheln meinen Ohren. Wir sitzen auf dem Bootssteg und schauen den Fischen beim Schwimmen zu. Das glasklare ausgeleuchtete türkise Wasser lässt uns das wilde Treiben der Unterwasserwelt entdecken. Es ist perfekt. Der Moment ist unbeschreiblich. Meine Seele spring im Kreis vor Freude. Tränen schießen mir in die Augen. Es ist einfach wunderschön!

 

 

Ein Urlaub für Leib und Seele

Die Tage plätschern nur so dahin. Warum rennt die Zeit im Urlaub nur so sehr? Am liebsten würde ich den Pause-Knopf drücken. Im Moment verweilen. Der Serenety Beach ist ebenso enstspannend wie sauschön. Doch mein Lieblingsstrand bleibt in der kleinen Bucht des Silent Beach. Wir klappern die Fotospots der Location ab. Davon gibt es schließlich mehr als genug! Ausflüge kommen für uns nicht besonders in Frage. „Dieses Mal nicht“, füge ich in Gedanken hinzu. Entspannung und Seele baumeln lassen stehen im Fokus. Eines würden wir uns jedoch nicht entgehen lassen: den Basar sowie die Einkaufsstraße in Fethiye.

Ein kleiner Bus bringt uns für ebenso kleines Geld hin und zurück. Die Stadt scheint verlassen. Obwohl die Läden mit verlockender Ware nach Passanten rufen, sind die süßen Gassen beinahe leer. „Wo wohl alle sind?“, stelle ich mir die Frage. Damit meine ich die Touristen, die mit den Verkäufern handelnd in Streit geraten um den besten Preis für sich herauszuholen. „Habe ich mir solch‘ eine Situation anders vorgestellt? Nein. Bei uns in der Ukraine ist es auch sehr belebt und das obwohl die Menschen arm sind. Daran kann es nicht liegen“, schließe ich für mich aus. Ein netter Herr klärt uns dann auf, dass die Leere im Ramadan-Monat üblich ist. So schlendern wir von Geschäft zu Geschäft. Und ich bin sehr erstaunt darüber, dass die Schaufensterauslagen immer mit der aktuellsten Designer-Ware ausgestattet sind. „Das ist so in der Türkei. Side, Belek & Co. sind da noch besser! Hier finde ich es etwas enttäuschend“, meldet sich mein Mann zu Wort. Meinen Mund kriege ich vor lauter Staunen dennoch nicht zu. Am liebsten würde ich meinen Rausch auslebend wie ein Wirbelwind von Laden zu Laden rennen und vor lauter Tüten den Weg unter den Füßen nicht mehr erkennen. Ich halte mich jedoch galant zurück – trotz meiner großen Augen, die ‚kaufen, kaufen, kaufen‘ schreien. Eine YSL-Tasche hat es mir dann doch angetan. Das Modell kenne ich nicht. Sie ist aus Leder und wirklich gut verarbeitet. Kostet aber auch 350 Euro. „Alter Schwede!“, denke ich. „Die ist mir zu teuer. Ich hätte mit etwas um die 100 Euro gerechnet. Vielen Dank!“, sage ich zur Verkäuferin und verlasse den Laden. „Lieber spare ich ein wenig und kaufe mir ein Original – zur Not mit allen nötigen Belegen etc. über eBay oder Kleiderkreisel“, entgegne ich auf den fragenden Blick meines Mannes. Mein Drang nach einem Mitbringsel, einer Erinnerung an diesen Urlaub, ist plötzlich weg. Gut so.

Der letzte Tag

„Ich will hier nicht weg!“ Diese Worte gehen mir immer und immer wieder durch den Kopf.
Es ist soweit.
Gleich ist es vorbei.
All dies.
Unser letzter Tag hat angebrochen und der Bus wird bald da sein um uns abzuholen. Aber noch haben wir Zeit. Zeit den Anblick der Berge zu genießen. Uns jeden Wellenschlag des klaren Meeres einzuprägen und den wunderbaren Duft des Waldes. Nun wird er mich nicht mehr an eine Sauna erinnern, sondern an den wundervollen Urlaub im Hillside Beach Club.

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