50 Shades of…..Emanzipation Goodbye

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50 Shades of Grey - lief gerade wieder im TV. Ich liebe diesen Film. Aber aus anderen Gründen wie Du sie evtl. hast. Ich feiere 50 Schades of Grey nicht, weil es um diese besondere Art von sexuellem Vergnügen geht. Und auch nicht dafür, dass Anastasia ein tolles luxuriöses Leben - erstmal für Sex - bekommt. Ich feiere den Film dafür, dass Ana sich trotz eines Kontrollfreaks ihre Unabhängigkeit bewahrt. Ich finde es toll wie sie Christian trotzt und ihn in ihren Bann zieht, sodass er all seine eisernen Vorsätze fallen lässt und sich IHR hingibt. Sie gibt ihm als Dom seine Freiheit und nimmt ihm diese gleichzeitig, indem sie ihn gefühlsmäßig an sich bindet.

I can’t bear to hurt you because I love you.

Meine Gedanken scheinen den ein oder anderen zu dem Film etwas zu verwirren, aber denk doch mal genau nach. Wer ist tatsächlich der/die herrschende Person in dem Film? Und in welcher Rolle, zu welcher Zeit ist sie das? Alle (viele) sehen in 50 Shades of Grey einen reichen Kerl, der für Ana zu einem großen Vorteil wird. Und zwar dadurch, dass er ihr Leben erleichtert und ihr teure Geschenke macht (Erstausgaben, Auto…). Da träumen viele Mädels und Frauen von, richtig? Sorry, ich könnte kotzen! Nein, nicht vor Neid. Nein, nicht deswegen, dass sich viele Frauen einen Typen angeln (wollen) – egal ob als Sexsklave, Geldsklave, Dom/Sub, Sugardaddy oder wie sie sich auch immer bezeichnen lassen… 

Verstehe mich nicht falsch. Diese Welt fasziniert mich. Und zwar nicht in dem Sinne, dass ich in die Rolle der ganz bestimmten Frau schlüpfen möchte. Nein nein. Sondern weil ich gerne die Beweggründe der Menschen erfahre. „Wie kommst Du dazu und was hat Dich dazu veranlasst?“, sind Fragen, die ich gerne stelle, wenn mir jemand – quasi – über den Weg läuft, der in der Szene unterwegs ist. Aber das ist eine andere Geschichte…

Während meiner Zeit im Studium kannte ich ein Mädel, das ältere Typen datete. Also, ich rede nicht von Ü 60-jährigen. Wir waren da um die 26/27 Jahre alt. Sie stand einfach auf MÄNNER. Sprich, Männer, die zwischen 40 und 50 waren, fest im Leben standen (und verheiratet waren). Sie meinte, sie würde sich den Aspekt mit dem Verheiratet Sein nicht aussuchen. Sie lerne die Typen kennen und irgendwann stelle sich heraus, dass die verheiratet sind. Auch das ist ein Punkt, über den es viel zu berichten gäbe – nicht aus eigener Erfahrung – nur weil es eine richtige Szene dazu gibt.

Nun ja, meine Bekannte war also eine Art Toy-Girl. Irgendwie gefiel es ihr. Für mich? Für mich war es okay. Jeder macht das mit seinem Leben, was er/sie für richtig hält. Leben und leben lassen. Mein Mantra. Würde das mein Mann machen, würde ich seine Eier an die Wand tackern – aber das ist auch eine andere Geschichte – just saying… Zurück zu meiner Freundin: Sie erzählte mir davon, dass sie mit ihrem Typen auf Geschäftsreisen mitfuhr, dass er ihr, wenn er aus dem Hotelzimmer zur Arbeit gehe, seine Kreditkarte gebe und sie sich einen schönen Tag beim Shoppen oder im Spa mache. ‚Eigentlich ganz cool‘, dachte ich oft. Könnte ich aber nicht.

What about an own voice?

Und dann kam es, wie es oft kommt. Hier gab es zwei Ausgänge. Sie wollte mehr, weil sie sich verliebt hatte. Das Komplizierte ging los. Lauter Geschichten gingen los. Und sie fiel jedes mal darauf rein. „Ich kann mich nicht von meiner Frau trennen, weil ich dann alles verliere“ oder „Ich liebe dich. Ich verspreche dir, dass ich mich trennen werde. Es braucht nur Zeit“. Bla bla bla. Je mehr sie drängte, desto weiter entfernte er sich von ihr. Natürlich hätte er sich nie von seiner Frau getrennt. Er wollte nur Abwechslung. Er hatte Stress mit seiner Frau/Familie und wollte eine unkomplizierte und unverbindliche Beziehung.

It’s all fun and games until feelings show up to the playground.

Das ganze Spiel wandelte sich ins zweite Szenario. Sie fing an zu fordern. Nachdem er sich angefangen hatte zurück zu ziehen und für sie unerreichbar wurde, tobte ein kräftiger Sturm in ihrem Inneren. „Früher hat er mich doch auch mitgenommen“, „Wir haben vorher doch auch viel zusammen gemacht“. Irgendwas veranlasste sie dazu sich zu beruhigen. Ich hatte nicht alle Details live mitverfolgt, da ich nicht so viel Kontakt zu meiner Bekannten hatte. Wenn wir uns dann im Abstand einiger Wochen wieder trafen, erzählte sie mir, dass alles wieder okay sei. Sie reise wieder mit ihm mit und hätte den besten Sex ever! Dafür verlangte sie aber auch mittlerweile mehr als vorher. Das Shoppen fiel teurer aus, weil sie nun öfter seine Karte verlangte. Er musste sie überall abholen und ihr IHR Leben finanziell „erleichtern“. Wie das „endete“? Sie wurde von dem Leben, das sie führen durfte, abhängig. Die Angst wurde größer es zu verlieren und vor allem ihn zu verlieren, wenn sie „mehr“ wollte oder etwas sagte, das ihm nicht gefiel.

 

 

Wo bleibt da die Emanzipation?

Ohne sie oder jemanden zu verurteilen? Wo ist da die weibliche Unabhängigkeit geblieben? Der menschliche Stolz? So super gerne ich mir solche Stories anhöre, kommt irgendwann meinerseits die vorsichtigen Fragen wieso man sich sowas antue oder ob man sich da nicht irgendwie schlecht fühle? Die Fragen sind nicht böse gemeint -> Leben und leben lassen. Aber da ich es mir nicht vorstellen kann – in meinen Augen – so kontrolliert zu werden, muss ich einfach solche Fragen stellen. Dazu am Ende mehr.

Life experience brings out different emotions and different perspectives on things.

In meinem Bekanntenkreis gibt es noch so ein Mädel. Zarte 20. Sie hat sich einen „Mr. Grey geangelt“. Ihre Worte nicht meine. Zuerst war das wohl ein Freundschaft Plus-Ding zwischen denen. Nun will sie mehr… Ich habe mit ihr nicht persönlich gesprochen, sondern als kleinen Ausschnitt nur mitbekommen was da abging. Ihre etwas hochnäsige Aussage: „Also ich fliege bald nach Dubai und bekomme bestimmt eine Gucci Tasche!“ Als ich das hörte, kam in mir alles hoch. Sogar das Frühstück von vor einem Jahr. Ich glaube mein Augenrollen hat man sogar in Dubai sehen können. Oh man, mir kommt’s gerade wieder hoch wenn ich daran denke wie mir die ganze Situation beschrieben wurde!

Wäre ich zugegen gewesen, hätte ich am liebsten „Halt’s Maul. Rede nicht so!“ mit zusammengekniffenen Lippen und knirschenden Zähne gesagt. Gerade das macht mich irgendwie aggressiv! Aber….. wuuuuuusaaaaaa… leben und leben lassen, right. Wieso mich gerade dieser Satz so krass aufregt? Es ist so: worauf the fuck ist sie da bitte stolz?! Sie hofft darauf Luxus-Geschenke zu bekommen und mit Mr. Grey für Lau auf Reisen zu gehen. Und das mit so einer Selbstverständlichkeit, also ob er ihr sowas schenken MÜSSE! Vorher war das nur ein Freund. Dann hat sie seine Vorzüge erkannt und will nun mehr vom Speck?

Bei aller Liebe und vollstem Respekt vor meinem Mantra…. Wenn sich Mädels und Frauen BEWUSST auf verheiratete Männer einlassen oder auf solche, die bestimmte Dienste haben wollen, dann gehört das zu ihrer vollen Absicht – als Geschäftsmodell -, weil die „deren Geld damit verdienen bzw. sich deren Lifestyle damit finanzieren“. Und nein, hier spreche ich nicht von Prostitution, sondern von einer gewissen Szene, die nicht einfach nur auf Sex und Tschüss basiert.

Grundsätzliche Frage: Was denkt die sich bei der ganzen Geschichte? Dass sie einfach nur deren Vorteile daraus ziehen kann? Eeeeyyyy…. Geh arbeiten – the fuck! Duh! Verdiene Dir Deine scheiß Gucci Tasche und die Reise selbst und verlange es nicht, weil er nun mal die Kohle hat. Wo – the fuck – bleibt Dein Stolz!? Warum – the fuck – machst Du Dich abhängig von einem Typen? Besonders die letzte Frage basiert auf der Aussage, dass sie nun Angst hätte den Kerl zu verlieren, weil sie dann ja die ganzen Vorzüge nicht mehr hätte. I mean…. whaaaaaat?!

Ist es das, was Frau will? Sich abhängig von Geld und Vorzügen zu machen. Irgendwann keine Meinung mehr haben zu dürfen, weil ein Mann einen wegen irgendwelcher immaterieller Dinge in der Hand hat. Ich kriege die Krätze!

Und nein. Nochmal. Ich bin nicht neidisch oder so. In meinem Leben habe ich mich schon in mehreren ähnlichen Situationen befunden. Letztes Jahr erst. Als mir ein Fremder anbot mir sein Geld zu schenken Verlockend. Dafür wäre er gerne mein Geldsklave gewesen. Aber nope. Allein der Gedanke daran, dass das Geld nicht selbst erarbeitet ist…. dass ich meinen Stolz/meine Würde damit untergraben würde…. und letztendlich, dass man erpressbar/kontrollierbar/lenkbar wäre…. — btw: ja, ich hatte meinem Mann davon erzählt.

Nein.

Emanzipation ist mir nicht nur wichtig als geschichtliche Bewegung der Frau und das, was daraus bisher entstanden ist (obwohl noch ein weiter Weg vor uns liegt – Thema Business). Emanzipation ist mir auch dafür wichtig, dass ich so viel Würde und Stolz behalte das zu tun, zu kaufen und zu äußern, was ICH will. Und wenn es jemandem – besonders einem Mann – nicht passt: AU REVOIRE MON CHER! Es ist das beste Gefühl der Welt, sich jederzeit umdrehen zu können und mit Leichtigkeit zu gehen, WEIL man seine eigene Herrin ist!

XOXO
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